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GP v. Portugal (Estoril): Jorge Lorenzo siegt erstmals in der MotoGP

April 13, 2008

Heute lief unter leicht wechselhaften Bedingungen das 3. MotoGP Rennen der Saison 2008. MotoGP-Rookie Jorge Lorenzo zeigte auf seiner Michelin-bereiften Yamaha bereits im Qualifying, dass man mit stets rechnen muss – seine Form deutet bisher darauf hin, dass er derjenige sein könnte, der Superstar Valentino Rossi ablösen wird.

Unter leicht wechselhaften Bedingungen mit einigen Regentropfen startete dann um 14.00 Uhr das Rennen. Dani Pedrosa auf der Werks-Honda kam vom zweiten Startplatz am besten weg, wurde aber schnell von Rossi eingeholt. Pedrosa und Lorenzo auf den Plätzen 2 und 3 blieben stets eng zusammen, letztlich konnte sich aber Lorenzo mit der Yamaha M1 gegen Erzfeind Pedrosa durchsetzen. Rossi gelang es immer weniger, die Lücke zu verteidigen und musste sich letztlich den beiden Spaniern geschlagen geben. Zum letzten Renndrittel zogen sich die Positionen der ersten 3 dann etwas auseinander. Pedrosa näherte sich seinem Landsmann zwar an, zum Ein- oder gar Überholen reichte es aber nicht.

So fährt Jorge Lorenzo einen verdienten ersten Sieg ein, Pedrosa und Rossi können, es ist ja noch früh in der WM, mit den Ergebnissen gleichfalls zufrieden sein.

Die Krise bei Ducati hält derweil an: Marco Melandri wie gewohnt unter ferner liefen. Auch Weltmeister Casey Stoner kann bisher nicht an seine Dominanz aus der letzten Saison anknüpfen. War er bei etwas nasseren Bedingungen noch ganz vorne mit dabei, mühte er sich im Rennen auf einen für ihn enttäuschenden 6.Platz.

Hier die Endergebnisse:

1. Jorge Lorenzo SPA Fiat Yamaha Team (M) 45′53.089
2. Dani Pedrosa SPA Repsol Honda Team (M) 45′54.906
3. Valentino Rossi ITA Fiat Yamaha Team (B) 46′05.812
4. Colin Edwards USA Tech 3 Yamaha (M) 46′10.312
5. John Hopkins USA Kawasaki Racing Team (B) 46′16.841
6. Casey Stoner AUS Ducati Marlboro Team (B) 46′19.777
7. James Toseland GBR Tech 3 Yamaha (M) 46′25.720
8. Chris Vermeulen AUS Rizla Suzuki MotoGP (B) 46′29.471
9. Loris Capirossi ITA Rizla Suzuki MotoGP (B) 46′31.357
10. Shinya Nakano JPN San Carlo Honda Gresini (B) 46′32.565
11. Alex de Angelis RSM San Carlo Honda Gresini (B) 46′54.395
12. Toni Elias SPA Alice Team (B) 46′56.956
13. Marco Melandri ITA Ducati Marlboro Team (B) 47′02.614
14. Sylvain Guintoli FRA Alice Team (B) 47′02.723
15. Randy de Puniet FRA LCR Honda MotoGP (M) 47′04.631
16. Anthony West AUS Kawasaki Racing Team (B) 47′16.718

DNF:
Nicky Hayden USA Repsol Honda Team (M) 26′ 23.675
Andrea Dovizioso ITA JiR Team Scot MotoGP (M) 24′43.870

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Casey Stoner, Valentino Rossi, die Psychologie und andere Nebendarsteller

Februar 23, 2008

Die Überraschung über Casey Stoners Sieg in der WM 2007 sollte ja mittlerweile verflogen sein – Zeit, auf die kommende Saison zu schauen. Stoner ist also nicht mehr der als “Rolling Stoner” betitelte Sturzkandidat der Vergangenheit, sondern nun der Mann, den es zu schlagen gilt. Als Weltmeister greift er auf das Privileg der Startnummer 1 zurück und wird vom Jäger zum Gejagten. Eindrucksvoll hatte er ja in der 2007er Saison gezeigt, dass er auch in schwierigen Situationen genug Nervenstärke besitzt, um den einstmals übermächtig erscheinenden Valentino Rossi und Herausforderer Dani Pedrosa in Schach zu halten.

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Biaggi, Casey Stoner, Gibernau, MotoGP, Pedrosa, Rossi, Stoner, Valentino Rossi
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Jahresrückblick 2007 / Teil 1: Casey Stoner, Valentino Rossi, Alex Barros

Dezember 26, 2007

Das Jahr 2007 neigt sich dem Ende zu, also ein guter Zeitpunkt für einen persönlichen Jahresrückblick auf die für mich spannenden Dinge der abgelaufenden Saison. Hier der erste Teil:

MotoGP I: Der Weltmeister Casey Stoner, der Nebendarsteller Valentino Rossi und andere

jahresrueckblick2007-1_stoner.jpgHätte ich am Anfang der Saison eine Wette abgeschlossen, ich hätte genau so daneben gelegen wie nahezu alle selbsternannten Experten und jeder sonst. Wenngleich Casey Stoner schon in der 250ccm Klasse einen herzerfrischenden Fahrstil und damit jede Menge Talent bewiesen hatte, so war er nun wirklich kein Titelfavorit – zumindest bis zum Beginn der Saison. Mit dem nun gewonnenen Weltmeistertitel sollte sein Beiname “Rolling Stoner” wohl der Vergangenheit angehören. Er hat eindrucksvoll bewiesen, dass er nicht nur schnell ist, sondern präzise wie ein schweizer Uhrwerk arbeiten kann. Fast keine Stürze (und schon gar nicht im Rennen, wenn es um Punkte geht), keine Nervosität im harten Zweikampf mit Valentino Rossi, keine Reaktion auf dessen Psychospiele, denen Max Biaggi und Sete Gibernau niemals etwas entgegen setzen konnten.

jahresrueckblick2007-1_stoner2.jpgHat Valentino Rossi also seinen Meister gefunden? In 2007 sah es stark danach aus. War der 2006er WM-Titel für Nicky Hayden ja oftmals hinter vorgehaltener Hand abgewertet worden, weil Nicky kein “würdiger” Weltmeister sei, so war 2007 alles anders. Hayden hatte wenige Rennen gewonnen und war niemals dominant, ganz im Gegenteil hätte er die Krone beinahe kurz vor Saisonende noch aus der Hand geben müssen. Casey Stoner hingegen schien die Konkurrenz (in erster Linie Dani Pedrosa und Valentino Rossi) fast nach Belieben zu dominieren. Fahrer und Maschine zeigten sich bei jedem Rennen schnell und zuverlässig – so wird man Weltmeister und kann sicher sein, dass einem der Triumph von allen gegönnt wird. Letzteres kann ich auf jeden Fall 100%ig unterschreiben: Casey Stoner ist ein verdienter Weltmeister, schnell wie nichts anderes und dennoch ein bescheiden und nett.

Was mir etwas fehlte war die Spannung wie am Ende der 2006er Saison, aber das kann ja 2008 ganz anders aussehen. Auf jeden Fall hat sich Rossi eine Menge vorgenommen und ein paar andere (u.a. Dani Pedrosa) werden ähnliche Gedanken hegen.

MotoGP II: Renteneintritt Alex Barros

Leider verlässt mit Alex Barros der wohl erfahrenste Pilot die MotoGP. Der Brasilianer blickt zurück auf eine der längsten Karrieren, die der auf höchstem Niveau betriebene Motorsport verzeichnen kann. Bereits 1986 (!) startete Barros in der WM, damals auf einer 80ccm-Maschine. Nach kurzer Zeit folgte der Wechsel in die 500ccm-Klasse, dem Vorläufer der heutigen MotoGP. Anfang der 90er Jahre fuhr Barros dann mit Kevin Schwantz im Team und ging zum Ende des Jahrzehnts zu Honda, wo er von 1999 bis 2005 blieb (unterbrochen von einem Jahr auf Yamaha). 2006 folgte ein kurzer Abstecher in die Superbike-WM, gefolgt von der Rückkehr in die MotoGP beim Ducati Satelliten-Team D’Antin.

jahresrueckblick2007-1_barros.jpg

Ein solches “MotoGP-Urgestein” verdient ohnehin aufgrund seiner Leistungen Respekt – darüber hinaus fand ich immer sehr sympathisch, dass Barros nicht zu den Fahrern gehört, die jedes nicht ganz perfekte Abschneiden auf das Team oder das Motorrad schieben. Er redet nicht so viel, sondern macht/fährt einfach – und das ist ja der Job, für den Jungs bezahlt werden.

Ich wünsche ihm viel Glück & Gesundheit (wobei, was soll schon jemandem passieren, der nach 20 Jahren Motorrad-WM ohne körperliche Gebrechen ausscheidet?):

Dear Alex Barros: Thanks for many thrilling races, thanks for staying with the MotoGP for so long and thanks for always being a great sportsman!

Hier klicken, um die Fortsetzung aufzurufen.

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Alex Barros, Barros, Casey Stoner, MotoGP, Rossi, Stoner, Valentino Rossi
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MotoGP Pilot Valentino Rossi zum Karriereende

Dezember 12, 2007

rossi.jpg

In einem Interview mit dem italienischen Magazin “Motosprint” (gefunden auf autosport.com) nahm der siebenfache Weltmeister und FIAT Yamaha MotoGP Werksfahrer Valentino Rossi Stellung zu seinen aktuellen Karriereplanungen.

Eigentlich gehört das Fazit einer Newsmeldung ja nicht in den zweiten, sondern eher in den letzten Absatz, das will ich hier aber mal anders handhaben: Valentino Rossi plant aktuell, mindestens weitere 5 Jahre in der MotoGP Klasse zu fahren und führt damit Spekulationen über ein baldiges Karriereende ad absurdum.

The Doctor wird weiter wie folgt zitiert: “Es ist 100%ig sicher, dass ich auch 2009 racen werde – es sei denn, ich gewinne jedes Rennen des kommenden Jahres :-) – ich habe nie über das Aufhören nachgedacht, ansonsten hätte ich das sicher 2006 schon gemacht und hätte mich in Richtung Formel 1 orientiert.”

Rossi führt weiter aus, dass er dies ja schließlich nicht getan habe und dass er nun “nicht nur für ein oder zwei Jahre” sondern, so hofft der Doktor, “zumindest weitere fünf Jahre” in der MotoGP bleiben wird.

Der Italiener hat noch eine einjährige Vertragslaufzeit mit Yamaha und hofft, nach der für ihn enttäuschenden (und für Casey Stoner und Ducati sicher erfreulichen) 2007er Saison in 2008 wieder zu alter Form zurückkehren zu können. In der abgelaufenden Saison konnte Rossi nur 4 Rennen für sich entscheiden, während das Konto von Weltmeister Casey Stoner 10 Siege aufweist.

Rossi, der die MotoGP für 5 Jahre fast nach Belieben dominierte, räumte ein, dass es hart war, Stoner als schnellsten Fahrer auf dem Racetrack sehen zu müssen. “Ganz sicher war das keine meiner besten Saisons” fügte er hinzu. “Es war ein hartes Jahr, anders als das vorherige, in dem ich oftmals Schnellster war aber aufgrund von Fehlern und Peck verlor. Dieses Jahr war Stoner einfach immer schneller als wir – bis auf ein paar Ausnahmen.”

“Es war hart. Casey war schnell und hat keine Fehler gemacht – und das war eine Überraschung. Dass er schnell ist, wussten wir vorher schon. Er hat den Titel absolut verdient und wir werden versuchen, ihn 2008 herauszufordern.”

Gerade das zuletzt gesagte freut mich: Ein angriffslustiger Rossi, der nicht mehr aus der Favoritenrolle in die WM geht und motiviert ist, den Fans eine packende Saison zu zeigen. Schade, noch 3 Monate Winterlangeweile zu überbrücken ;-)

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