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MotoGP: Valentino Rossi zum Sportler des Jahrzehnts gewählt

Januar 3, 2010

Gut, eigentlich ist es bei der Motorradbegeisterung der Italiener nicht so überrraschend:

Der Motorrad Rekordweltmeister Valentino Rossi ist aktuell von der italienischen Zeitung “Gazzetta dello Sport” nicht nur zum Sportler des Jahres, sondern gar zum Sportler des Jahrzehnts gewählt worden.

Glückwunsch! Michael Schumacher kam übrigens auf einen sehr respektablen 4. Platz, gefolgt von der italienischen Fußball Nationalmannschaft.

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GP v. Portugal (Estoril): Jorge Lorenzo siegt erstmals in der MotoGP

April 13, 2008

Heute lief unter leicht wechselhaften Bedingungen das 3. MotoGP Rennen der Saison 2008. MotoGP-Rookie Jorge Lorenzo zeigte auf seiner Michelin-bereiften Yamaha bereits im Qualifying, dass man mit stets rechnen muss – seine Form deutet bisher darauf hin, dass er derjenige sein könnte, der Superstar Valentino Rossi ablösen wird.

Unter leicht wechselhaften Bedingungen mit einigen Regentropfen startete dann um 14.00 Uhr das Rennen. Dani Pedrosa auf der Werks-Honda kam vom zweiten Startplatz am besten weg, wurde aber schnell von Rossi eingeholt. Pedrosa und Lorenzo auf den Plätzen 2 und 3 blieben stets eng zusammen, letztlich konnte sich aber Lorenzo mit der Yamaha M1 gegen Erzfeind Pedrosa durchsetzen. Rossi gelang es immer weniger, die Lücke zu verteidigen und musste sich letztlich den beiden Spaniern geschlagen geben. Zum letzten Renndrittel zogen sich die Positionen der ersten 3 dann etwas auseinander. Pedrosa näherte sich seinem Landsmann zwar an, zum Ein- oder gar Überholen reichte es aber nicht.

So fährt Jorge Lorenzo einen verdienten ersten Sieg ein, Pedrosa und Rossi können, es ist ja noch früh in der WM, mit den Ergebnissen gleichfalls zufrieden sein.

Die Krise bei Ducati hält derweil an: Marco Melandri wie gewohnt unter ferner liefen. Auch Weltmeister Casey Stoner kann bisher nicht an seine Dominanz aus der letzten Saison anknüpfen. War er bei etwas nasseren Bedingungen noch ganz vorne mit dabei, mühte er sich im Rennen auf einen für ihn enttäuschenden 6.Platz.

Hier die Endergebnisse:

1. Jorge Lorenzo SPA Fiat Yamaha Team (M) 45′53.089
2. Dani Pedrosa SPA Repsol Honda Team (M) 45′54.906
3. Valentino Rossi ITA Fiat Yamaha Team (B) 46′05.812
4. Colin Edwards USA Tech 3 Yamaha (M) 46′10.312
5. John Hopkins USA Kawasaki Racing Team (B) 46′16.841
6. Casey Stoner AUS Ducati Marlboro Team (B) 46′19.777
7. James Toseland GBR Tech 3 Yamaha (M) 46′25.720
8. Chris Vermeulen AUS Rizla Suzuki MotoGP (B) 46′29.471
9. Loris Capirossi ITA Rizla Suzuki MotoGP (B) 46′31.357
10. Shinya Nakano JPN San Carlo Honda Gresini (B) 46′32.565
11. Alex de Angelis RSM San Carlo Honda Gresini (B) 46′54.395
12. Toni Elias SPA Alice Team (B) 46′56.956
13. Marco Melandri ITA Ducati Marlboro Team (B) 47′02.614
14. Sylvain Guintoli FRA Alice Team (B) 47′02.723
15. Randy de Puniet FRA LCR Honda MotoGP (M) 47′04.631
16. Anthony West AUS Kawasaki Racing Team (B) 47′16.718

DNF:
Nicky Hayden USA Repsol Honda Team (M) 26′ 23.675
Andrea Dovizioso ITA JiR Team Scot MotoGP (M) 24′43.870

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Casey Stoner, Valentino Rossi, die Psychologie und andere Nebendarsteller

Februar 23, 2008

Die Überraschung über Casey Stoners Sieg in der WM 2007 sollte ja mittlerweile verflogen sein – Zeit, auf die kommende Saison zu schauen. Stoner ist also nicht mehr der als “Rolling Stoner” betitelte Sturzkandidat der Vergangenheit, sondern nun der Mann, den es zu schlagen gilt. Als Weltmeister greift er auf das Privileg der Startnummer 1 zurück und wird vom Jäger zum Gejagten. Eindrucksvoll hatte er ja in der 2007er Saison gezeigt, dass er auch in schwierigen Situationen genug Nervenstärke besitzt, um den einstmals übermächtig erscheinenden Valentino Rossi und Herausforderer Dani Pedrosa in Schach zu halten.

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Valentino Rossi auf Bridgestone + Jorge Lorenzo auf Michelin = Yamaha auf gutem Weg

Februar 10, 2008

Anfangs hatte bei den IRTA Tests in Sepang nur ein Teil des Yamaha Teams eine gute Vorstellung abgeben können: Der 7-fache MotoGP Weltmeister Valentino Rossi. Gerade erst in diesem Winter von Michelin auf Bridgestone gewechselt, sah man sich in Rossis Team bestätigt. Rossi selbst zeigte sich neu erstarkt und unterbot am zweiten Testtag den Streckenrekord mit 2.00,472 deutlich.

2008_02_rossi.jpg

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Jahresrückblick 2007 / Teil 1: Casey Stoner, Valentino Rossi, Alex Barros

Dezember 26, 2007

Das Jahr 2007 neigt sich dem Ende zu, also ein guter Zeitpunkt für einen persönlichen Jahresrückblick auf die für mich spannenden Dinge der abgelaufenden Saison. Hier der erste Teil:

MotoGP I: Der Weltmeister Casey Stoner, der Nebendarsteller Valentino Rossi und andere

jahresrueckblick2007-1_stoner.jpgHätte ich am Anfang der Saison eine Wette abgeschlossen, ich hätte genau so daneben gelegen wie nahezu alle selbsternannten Experten und jeder sonst. Wenngleich Casey Stoner schon in der 250ccm Klasse einen herzerfrischenden Fahrstil und damit jede Menge Talent bewiesen hatte, so war er nun wirklich kein Titelfavorit – zumindest bis zum Beginn der Saison. Mit dem nun gewonnenen Weltmeistertitel sollte sein Beiname “Rolling Stoner” wohl der Vergangenheit angehören. Er hat eindrucksvoll bewiesen, dass er nicht nur schnell ist, sondern präzise wie ein schweizer Uhrwerk arbeiten kann. Fast keine Stürze (und schon gar nicht im Rennen, wenn es um Punkte geht), keine Nervosität im harten Zweikampf mit Valentino Rossi, keine Reaktion auf dessen Psychospiele, denen Max Biaggi und Sete Gibernau niemals etwas entgegen setzen konnten.

jahresrueckblick2007-1_stoner2.jpgHat Valentino Rossi also seinen Meister gefunden? In 2007 sah es stark danach aus. War der 2006er WM-Titel für Nicky Hayden ja oftmals hinter vorgehaltener Hand abgewertet worden, weil Nicky kein “würdiger” Weltmeister sei, so war 2007 alles anders. Hayden hatte wenige Rennen gewonnen und war niemals dominant, ganz im Gegenteil hätte er die Krone beinahe kurz vor Saisonende noch aus der Hand geben müssen. Casey Stoner hingegen schien die Konkurrenz (in erster Linie Dani Pedrosa und Valentino Rossi) fast nach Belieben zu dominieren. Fahrer und Maschine zeigten sich bei jedem Rennen schnell und zuverlässig – so wird man Weltmeister und kann sicher sein, dass einem der Triumph von allen gegönnt wird. Letzteres kann ich auf jeden Fall 100%ig unterschreiben: Casey Stoner ist ein verdienter Weltmeister, schnell wie nichts anderes und dennoch ein bescheiden und nett.

Was mir etwas fehlte war die Spannung wie am Ende der 2006er Saison, aber das kann ja 2008 ganz anders aussehen. Auf jeden Fall hat sich Rossi eine Menge vorgenommen und ein paar andere (u.a. Dani Pedrosa) werden ähnliche Gedanken hegen.

MotoGP II: Renteneintritt Alex Barros

Leider verlässt mit Alex Barros der wohl erfahrenste Pilot die MotoGP. Der Brasilianer blickt zurück auf eine der längsten Karrieren, die der auf höchstem Niveau betriebene Motorsport verzeichnen kann. Bereits 1986 (!) startete Barros in der WM, damals auf einer 80ccm-Maschine. Nach kurzer Zeit folgte der Wechsel in die 500ccm-Klasse, dem Vorläufer der heutigen MotoGP. Anfang der 90er Jahre fuhr Barros dann mit Kevin Schwantz im Team und ging zum Ende des Jahrzehnts zu Honda, wo er von 1999 bis 2005 blieb (unterbrochen von einem Jahr auf Yamaha). 2006 folgte ein kurzer Abstecher in die Superbike-WM, gefolgt von der Rückkehr in die MotoGP beim Ducati Satelliten-Team D’Antin.

jahresrueckblick2007-1_barros.jpg

Ein solches “MotoGP-Urgestein” verdient ohnehin aufgrund seiner Leistungen Respekt – darüber hinaus fand ich immer sehr sympathisch, dass Barros nicht zu den Fahrern gehört, die jedes nicht ganz perfekte Abschneiden auf das Team oder das Motorrad schieben. Er redet nicht so viel, sondern macht/fährt einfach – und das ist ja der Job, für den Jungs bezahlt werden.

Ich wünsche ihm viel Glück & Gesundheit (wobei, was soll schon jemandem passieren, der nach 20 Jahren Motorrad-WM ohne körperliche Gebrechen ausscheidet?):

Dear Alex Barros: Thanks for many thrilling races, thanks for staying with the MotoGP for so long and thanks for always being a great sportsman!

Hier klicken, um die Fortsetzung aufzurufen.

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Valentino Rossi kritisiert Fahrhilfen wie z.B. Traktionskontrolle in der MotoGP

Dezember 14, 2007

Valentino Rossi stellt für sich fest, dass es den Fahrern in der MotoGP durch den wachsenden Einfluss von elektronischen Fahrhilfen zu leicht gemacht wird. Nachdem MotoGP Neulinge wie Jorge Lorenzo and Andrea Dovizioso bei den ersten MotoGP Tests beindruckt haben, findet “The Doctor”, dass der Einfluss von Traktionskontrollen u.ä. nun zu hoch sei.

“Casey (Stoner) hat einen fantastischen Job gemacht und ist ein großartiger Fahrer. Aber er ist der erste der Traktionkontrollen-Generation“, sagte Rossi dem Magazin Motor Cycle News. “Die Art wie er mit der Traktionskontrolle umgeht ist unglaublich. Fahrer der alten Generation wie ich, Marco Melandri und Loris Capirossi haben damit mehr Probleme.”

Rossi ergänzt: “Fahrer wie Lorenzo und Dovizioso sind schnell – aber das ist für mich nicht überraschend, weil die besten Aufsteiger aus der 250er Klasse immer auch in der MotoGP schnell sind. Das war bei mir so und auch bei Loris (Capirossi), Max (Biaggi) und Casey (Stoner). Wenn aber die 250er Jungs schon im zweiten Test so schnell sind wie wir, dann ist etwas falsch mit dem Sport weil die Elektronik zu viel hilft. Aber das ist der neue Weg für unseren Sport und das müssen wir akzeptieren. Ich sehe das nicht als richtig an, aber so ist es nunmal.”

Valentino Rossi glaubt, dass die Situation zur Zeit seines Aufstieges in die 500ccm Klasse im Jahre 2000 viel schwerer war. “Es ist zwar richtig, dass ich auch bereits zu Anfang recht schnell war in der MotoGP, aber es ist dennoch eine komplett andere Situation. Der Unterschied ist: Um auf einer 500er richtig schnell zu sein, muss man Risiken eingehen und oftmals schwere Stürze hinnehmen. Jetzt sieht es so aus, als ob niemand mehr crasht und es viel leichter ist, das Limit zu finden“.

Ich für meinen Teil sehe das ja anders: Klar, die Rennen sind spannender, wenn die Fahrer regelmäßig stürzen und oftmals quer im Drift aus der Kurve kommen – aber es kann nicht sein, dass die körperliche Unversehrheit als Preis für mehr Spannung geopfert wird. In einer Sache stimme ich aber zu: Zu den Zeiten des unglaublichen Cowboys Kevin Schwantz waren die Rennen schon krasser…

Und der Herr Rossi soll im nächsten Jahr einfach fahren wie früher und auf Ausreden wie Reifen und Traktionskontrolle verzichten ;-)

Quelle: http://www.autosport.com/news/report.php/id/64372

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