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Blog rund um den Motorradrennsport (Hobby-Racing, MotoGP, IDM & Superbike WM/SBK) und Motorräder (Suzuki, Yamaha, Honda, Kawasaki & Ducati)
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Chaz Davies in Brno / Brünn

Juli 24, 2010

Nichts allzu spektakuläres was die Fahraufnahmen angeht – aber recht nett anzusehen, dass auch die SSP WM Profis nur mit Wasser kochen, noch selber Auto fahren müssen etc.

Allerdings: Wenn wir Hobbyracer auf die Strecke gehen, passiert das natürlich mit wesentlich geringerem Materialeinsatz – und es ist unsere Freizeit, die wir uns erst hart erarbeiten müssen. Im Vergleich ist es natürlich auch schon bei der SBK/SSP WM ein Traum: Gut ausgestattet, ein ganzes Team dabei, die schönsten Strecken – und dann nennt man das auch noch Arbeit ;-)

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Superbike / SBK WM in Brünn/Brno

Juli 26, 2009

Das heutige erste Rennen in Brünn/Brno war erneut ein Beweis dafür, dass die Superbike WM der MotoGP in nichts nachsteht – spannend, knapp, aufregend bis zur letzten Sekunde ;-)

Besonders erfreulich: Troy Corser hat auf der BMW S 1000 RR gezeigt, dass das Motorrad mittlerweile sehr konkurrenzfähig geworden ist. Laut einem Interview mit dem zweifachen Weltmeister habe man bei BMW so ziemlich an allen Stellschrauben gedreht (Motor, Fahrwerksgeometrie, Dämpersetup) – und das scheint geholfen zu haben. Die ersten Runden hat Troy Corser sogar auf der Maschine aus Bayern das Rennen angeführt und konnte sich anfangs sogar der Angriffe von Ben Spies erwehren. Letztlich hat der Texander dann aber doch einen erfolgreichen Überholversuch geschafft. Dennoch: Es ist schön, dass BMW gleich im ersten Jahr “vorne bei der Musik” dabei ist – Glückwunsch an Alpha Technik und BMW!

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Video: Brünn/Brno & Pannoniaring (wenig Onboard, viel von der Seite)

September 21, 2008

Habe mich mal ein bischen im Büro mit dem neuen Videoschnittrechner vertraut gemacht und dabei mit Rennstreckenvideos rumgespielt:

Ja, ich weiss: Schneller abwinkeln, später bremsen, früher ans Gas gehen :-)

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Renntraining & Rennen im Doppelpack / Teil 2: Brno / Brünn mit Valentinos

August 29, 2008

Teil 2: Brünn/Brno

(Der erste Teil des Berichts mit den Ereignissen vom Pannoniaring ist hier zu finden)

Für die Reise in die Tschechische Republik nach Brünn/Brno hatten wir 2,5 Stunden geplant – was leider deutlich länger dauerte, da unser Navigationsgerät leider nur die Strecke über die Landstraße kannte (ein guter Teil der Autobahnstrecke war wohl noch nicht im Kartenmaterial enthalten). Als uns das klar wurde, haben wir stattdessen Google Maps verwendet und sind dann auch wohlbehalten und ohne größere Umwege angekommen. Um nicht mitten in der Nacht noch alles ausladen und aufbauen zu müssen, hatte Stefan schon ein Motel für uns gebucht (vielen Dank noch mal!). Das Motel Kobero liegt nur 5 min. von der Rennstrecke entfernt und ist durchaus empfehlenswert. Die Nacht kostet je Doppelzimmer inkl. Frühstück ca. 50 EUR, die sich auf jeden Fall gelohnt haben.

Am nächsten Morgen konnten wir dann endlich auf die schönste mir bekannte Rennstrecke, wo noch 2 Wochen vorher Valentino Rossi, Casey Stoner und der Rest der MotoGP-Elite gefahren sind.

Und wo hinter dieser schäbigen Tür die Ergebnisse festgelegt wurden :-)

Hinter der Tür passierten bei uns bisweilen seltsame Dinge – aber dazu später mehr.

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Kurzer Zwischenbericht – Renntraining/Rennen am Pannoniaring, dann in Brünn/Brno

August 25, 2008

Nach 3 sehr netten Tagen am Pannoniaring mit Valentinos sind wir heute nach Brünn/Brno gefahren – und haben nach der Ankunft mit Freue festgestellt, dass es hier ein kostenloses WLAN gibt. Und als Internetjunkie legt man sich dann natürlich nicht ins Bett, sondern wirft erstmal den Laptop an…

Muskelkater, Müdigkeit und die Vorfreude auf Morgen zwingen mich aber dazu, den Artikel jetzt mal schnell in Kurzform abzuschließen – ich danke schon jetzt für das Verständnis des geneigten Lesers..

Nach meinem Sturz am Pannoniaring (siehe auch Bericht Teil eins und zwei) galt es erstmal, den Sturz wieder aus dem Kopf zu bekommen, was zumeist recht gut gelang. Gut, die “Sturzkurve” (Kurve 10) habe ich mit deutlich mehr Respekt behandelt – das kostete etwas Zeit, gab mir aber verständlicherweise ein etwas besseres Gefühl.

Auch ganz interessant war der Wechsel der Reifenmarke. Ich hatte bisher Dunlop KR vorne und Bridgestone Battlax hinten verwendet und habe am Pannoniaring erstmals den Dunlop GP Racer Slick probiert. Anfangs in der Mischung “E” (wie Endurance), zum heutigen Abschlußrennen dann in “M” (wie Medium, also etwas weicher). Erster Eindruck: Auch schwarz, auch mit viel Grip ausgestattet, zusätzlich ein sehr weich einsetzender und auch für Hobbyfahrer / Grobmotoriker wie mich “erfühlbarer” Grenzbereich. Hatte ich bei 2 der Kurven anfangs noch Stellen, wo man die Arbeit des Reifens meines Erachtens spüren konnte, war dies mit der Mischung “M” weg – Grip satt, Freude satt :-)

In der Summe hatte ich viel Spaß am Fahren, auch wenn es keine nennenswerte Verbesserung der gefahrenen Zeit zu verzeichnen gab. Im Juni war ich eine hohe 2.12 gefahren, die habe ich nun leicht auf 2.12.478 optimiert – aber auch mit Biegen und Brechen war daran nix zu machen. Naja, ich verdiene mein Geld ja (leider) nicht mit dem Motorradfahren, also ist die nur geringe Steigerung kein Beinbruch. Im Rennen reichte es dann letztlich in “meiner Wertung” (d.h. alle Teilnehmer von Valentinos & nicht im Cup eingeschriebene Fahrer von PowerUpZone) für einen 7. Platz in der Supersport Klasse (also Motorräder bis 600ccm + Kawasaki 636 + Triumph Daytona 675). Dummerweise hatte ich beim Start einige Plätze verloren und konnte sie nicht komplett wieder aufholen, wenn ich mir auch einige Fahrer schnappen konnte. Ein für mich neues und sehr cooles Gefühl war es, ein Rennen “kontrolliert nach Hause zu fahren”: Ab der Rennmitte musste ich feststellen, dass die vor mir fahrenden Teilnehmer nicht mehr einholbar waren. Gleichzeitig konnte ich aber einige Sekunden Abstand zwischen meine Verfolger und mich bringen, sodass ich in den letzten 2-3 Runden etwas Speed ‘rausnahm, um den Pokalplatz nicht durch nutzlose Übermotiviertheit zu gefährden.

Nach der Rückkehr aus Brünn/Brno folgt eine etwas detailliertere Fortsetzung, jetzt muss ich schlafen, um morgen fit zu sein…

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Rennen der MotoGP in Brünn/Brno

August 17, 2008

Nachdem sich Casey Stoner und Valentino Rossi schon kurz nach dem Start absetzen konnten und dann schnell 15 sek. Vorsprung vor der Verfolgergruppe hatten, war die Spannung beim Kampf zwischen Stoner und Rossi leider schnell vorbei: Stoner rutschte der Hinterreifen weg, er landete im Kiesbett und konnte das Rennen nicht fortsetzen. Rossi baute den Abstand zum jeweils zweitplatzierten dann weiter aus und fuhr ein einsames Rennen, dass er mit einem langen Wheelie und dem Sieg abschließen konnte.

Dahinter gab es hingegen spannende Zweikämpfe – und einige überraschende Ergebnisse. Während die Michelin Fahrer (z.B. Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo , Colin Edwards, James Toseland) entweder auf Grund von Verletzungen oder schlichtweg des Reifendefizits wegen nur im hinteren Drittel blieben, schafften längst abgeschriebene Fahrer überraschendes.

Das Rennergebnis mit Kommentaren:

  • Valentino Rossi siegt, sammelt 25 Punkte – und da sein Verfolger Casey Stoner sturzbedingt leer ausgeht, hat der 7-fache Weltmeister nun ein bequemes Polster von 50 Punkten Vorsprung in der WM-Wertung
  • Toni Elias schafft mit Platz 2 endlich mal wieder ein Podium
  • Loris Capirossi zeigt mit Platz 3, dass er nicht zum alten Eisen gehört
  • Shinya Nakano kann mit seiner “fast-Werks”-Honda auf Platz 4 fahren
  • Anthony West antwortet auf Vorwürfe und Kündigungsgerüchte wegen schlechter Leistungen mit Platz 5, augenscheinlich haben die neuen Teile bei Kawasaki gut funktioniert
  • Chris Vermeulen hat zum Rennende einige Plätze verloren, kann mit Platz 6 aber insgesamt zufrieden sein
  • Marco Melandri liegt mit Platz 7 zur Abwechslung mal im Mittelfeld, bleibt aber wohl ein Wechselkandidat, da er mit der Ducati sein Fahrtalent nicht umsetzen kann – fraglich bleibt, wohin der Wechsel gehen könnte, sind doch die meisten Teams bestens ausgestattet. Hinzu kommen die Auf- oder Umsteiger aus anderen Klassen… Hat Melandri überhaupt eine Zukunft in der Königsklasse?
  • Alex de Angelis folgt auf Platz 8
  • Platz 9 übernimmt Andrea Dovizioso
  • Verletzungsbedingt nur auf Platz 10 dann Jorge Lorenzo
  • Auf Platz 11 John Hopkins
  • Auf Platz 12 mit Silvan Guintoli der letzte Fahrer, der “noch im Feld” war – bis hierhin 40 sek. Rückstand auf den Sieger Valentino Rossi
  • Mit James Toseland und Platz 13 beginnt dann eine traurige Dreiergruppe, die 1.10 min. bis 1.37 min. Rückstand auf Platz 1 herausgefahren hat
  • Colin Edwards sortiert sich hier auf Platz 14 ein – zumindest nicht letzter.
  • Dani Pedrosa – ungewohnt für ihn, für Honda und seine Fans, stellt dann den Letztplatzierten. Die Verletzung scheint ihn doch schwerer zu behindern als erhofft

Valentino Rossi wird von Yamaha in der entsprechenden Pressemitteilung wie folgt zitiert:

“Ich war mir heute sehr sicher, denn seit dem ersten Training am Freitag war mein Motorrad schnell und zusammen mit Jeremy haben wir nach dem Warm-Up eine kleine Änderung an der Gabel vorgenommen, um in einigen Sektionen etwas schneller fahren zu können. Ich verlor am Start eine halbe Sekunde auf Hopkins und Casey war in den ersten Runden unglaublich schnell! Zuerst war ich etwas verwundert, doch nach zwei Runden wusste ich, dass mein Motorrad gut lief und ich schnell genug war, um ihn zu überholen. Ich konnte den Abstand verringern und sah das rote Motorrad vor mir. Es wurde immer größer, als Casey einen Fehler machte. Ich hatte mich schon auf einen harten Kampf eingestellt, doch als ich sah, dass er draußen war, konnte ich es nicht glauben – das machte vieles auf einmal leichter für mich! Ab diesem Zeitpunkt genoss ich das Rennen, meine Bridgestone-Reifen funktionierten bis zum Ende prima und meine M1 fühlte sich gut an. Sicherlich kann ich das nach Caseys Sturz nicht als wirklichen Sieg zählen, aber so ist der Rennsport und ich bin glücklich mit dem Ergebnis. Jetzt haben wir 50 Punkte Vorsprung, was sehr viel ist und ich freue mich auf das nächste Rennen in Misano. Wir wissen, dass 50 Punkte nicht genug sind, vor allem, wenn du Casey im Nacken hast. Jetzt werden wir hier in Brünn noch zwei Tage testen und unter anderem auch elektronische Komponenten ausprobieren, mit denen ich das Gas noch früher aufziehen kann.”

Casey Stoner darf sich jetzt, wenn Rossi auch nur halbwegs seine Form behält und stets ins Ziel kommt, keinen noch so kleinen Fehler erlauben. Eigentlich sind deutliche Siege für ihn und auch etwas Pech für Valentino Rossi die Bedingung für ein spannendes Saisonfinale. Aber da ich niemandem Pech wünsche, könnte das heutige Rennen in Brno/Brünn schon die Vorentscheidung gewesen sein…

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