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Coolmax Wäsche – oder wie ich lernte, bei 42° Motorradrennen zu fahren :-)

Juli 23, 2008

Coolmax Hemd / ShirtEin kleiner Nachtrag noch zum Event am Pannoniaring. Dort war es ja (siehe die Artikel etwas weiter unten) die ganze Zeit höllisch heiss. Dies bedeutete bis zu 42° (im Schatten) Lufttemperatur und angeblich gemessene 78° oder sowas Asphalttemperatur. Krasse Temperaturen, krasse Belastung für Mensch & Maschine.

Was sich in der Woche gut bewährt hat, war die Coolmax Wäsche von Louis. Gibt es als Lang- oder Kurzarmvariante sowie als Hose, ist im Vergleich zu Markenprodukten mit ca. 15.- fürs Shirt (wie Rukka u.ä.) recht günstig und bringt in der Tat etwas. Klar, richtig kalt wird es dennoch nicht, aber man merkt zumindest leicht die kühlende Wirkung von Fahrtwind und Verdunstungskälte. Nicht nur fürs Motorradfahren auf der Rennstrecke, sondern auch bei der “normalen Nutzung” eine Motorrads nebst Lederkombi etc. im Sonner ratsam, weil man schlichtweg ein kleines bischen weniger mit der Hitze zu kämpfen hat.

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Pannonia Ring mit Pro Speed (Renntraining & Rennen) Teil 2: 28.-29.06.2008

Juli 1, 2008

Eine traumhafte Woche war das am Pannoniaring. Den ersten Teil des Berichtes (für die Tage vom 23.-27.6.) hatte ich ja bereits hier veröffentlicht, nun folgen die Ereignisse des Samstags und Sonntags, bevor es dann leider wieder gen Heimat ging:

Am Samstag standen neben dem freien Training 2 Rennen auf dem Programm: Das 600er Rennen (Supersport, was bei Pro Speed “Race Sport Bikes” heisst, warum auch immer…) und das 3h-Rennen. Mitgefahren bin ich beide, jedoch ohne Pokalgewinn, um das schonmal vorweg zu nehmen. Das Niveau beim sogenannten “Race Event” ist auf jeden Fall um einiges höher als beim “Perfection Event”, was von Montag bis Donnerstag ging, so viel ist klar.

Im Supersport Rennen bin ich mit der alten Maschine (2001er Baujahr R6) gefahren – interessanterweise habe ich hiermit auch trotz geringerer Leistung und weiterer theoretischer Nachteile gegenüber des anderen Bikes (2007er Baujahr) die beste Zeit der ganzen Woche gefahren (eine hohe 2.12er). Dies reichte jedoch nur für einen 18. Platz (im Perfection Event war ich auf Platz 9 gefahren). Ich stand auf Platz 21, konnte dann wie gewohnt beim Start einige Plätze gutmachen. Leider war ich wie beim Rennen am Donnerstag von links aussen gestartet, sodass es in der ersten Kurve recht eng wurde. Da ich i.d. Regel nicht gerade “mit dem Messer zwischen den Zähnen” fahre und nicht “bedingungslos reinhalte”, kostete das dann natürlich wieder 2 Plätze. Die meiste Zeit fuhr ich in der Folge allerdings ein recht einsames Rennen: Ab Rennmitte war der Vordermann für mich ebenso uneinholbar wie ich für meinen Verfolger. Der 18. Platz war am Ende ein durchaus zufrieden stellendes Ergebnis – in dem Starterfeld hätte ich mir weniger ausgerechnet. Ich habe das Rennen komplett per Videokamera aufgezeichnet, das Video stelle ich in Kürze noch hier ein.

Der Nachmittag wurde dann vor allem zur Erholung genutzt – und dazu, Jochen zur Teilnahme am 3 Stunden Rennen zu bewegen. Als das geschafft war, haben wir uns erstmal zur Strategie abgestimmt. Da ich meist (gerade bei den Temperaturen) nach 20 min. Fahrtzeit bereits abbaute, wollte Jochen längere Turns von 40 min. fahren – so würden wir nicht zu viel Zeit mit Wechseln verlieren und ich hätte genug Zeit zur Erholung. Zu unserer Erleichterung fanden wir noch einen dritten Fahrer (auch André, auch Yamaha R6), der uns unterstützen wollte. Naja, “wir haben ihn überredet” wäre treffender, aber das Ergebnis zählt – er war dabei.

Harry war so nett, Boxenluder und Teamchef zu spielen, er hat sich also um das Timing gekümmert, hat die Boxentafel rausgehalten und den Ablauf koordiniert (Vielen Dank nochmal!).

So ein Langstreckenrennen hat auf jeden Fall seinen ganz besonderen Reiz. Für mich war es ja das erste Mal und die Begeisterung kam umgehend. Es ist extrem aufregend, wenn zur normalen Rennsituation noch die Aufregung des Boxenstopps und des Fahrerwechsels hinzu kommt. Dann noch die Stimmung in der Boxengasse, wo sich alle Teams aufhalten, wo man die Fahrerwechsel, die Strategien und auch mal die Probleme der anderen mitbekommt. Ganz, ganz grosses Kino ist das :-)

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Pannonia Ring mit Pro Speed (Renntraining & Rennen) Teil 1: 23.-27.06.2008

Juni 27, 2008

Erstaunlicherweise funktioniert der Internetzugang hier in Ungarn besser als erwartet, daher gibt es schonmal einen ersten Teilbericht. Ich setze das dann fort, sobald wir zurück sind – oder falls der heute eingesetzte Regen anhalten sollte und uns die Fahrzeiten vermiest…

Samstag (21.6.) gab es die übliche Action mit Anhänger abholen, Motorräder verladen, diverse Kisten und Kartons verladen etc. – dann stand der unangenehmste Teil an, nämlich 1.000 km Anreise von Köln zum Pannoniaring in Ungarn.

Dieser Teil lief erwartet unspektakulär, wenngleich anstrengend. Am Sonntag morgen kamen wir dann an, ausladen, Zelt aufbauen, Moppeds ausladen etc. Am Abend kam dann noch Stefan Merscheim von sportbilder-event.de und konnte sich über einen bereits unter Vollast stehenden Grill freuen. Und das neue Zelt machte sich auch ganz klasse:

Wir haben am Sonntag noch die Anmeldung gemacht, die Startnummern aufgeklebt und die Transponder montiert. Am Montag morgen (23.6.) startete man natürlich erstmal mit der Fahrerbesprechung, danach folgte dann Training in 4 Gruppen. Mein Mitfahrer hatte leider nur einen Platz in der Instruktorengruppe, was ihn nach kürzester Zeit stark nervte – er war definitv zu schnell dafür :-)

Ich hatte Gruppe “medium”, auch das war ein Fehler und trug seinen Teil zu den nicht eben berauschenden Zeiten des ersten Tages bei – ich krebste erst bei 2.24er, dann bei 2.21er Rundenzeiten herum, lief immer wieder auf langsame Gruppen auf und konnte nicht zufrieden sein. Stück für Stück wurde es zwar besser, bis ich dann letztlich bei 2.16 landete. Das neue Motorrad (R6, Bj. 2007, aus dem R6 Cup) funktionierte so halbwegs (Federbein nicht, Rest schon…), aber die Zeiten…. Ich habe daher mal auf meine alte 2001er R6 umgesattelt und konnte mich gleich über eine 2.15 wundern, hat das alte Bike doch deutlich weniger Leistung anzubieten. Naja, ich habe das dann mal auf die Umgewöhnung geschoben. Den ganzen Montag und Dienstag gab es keine nennenwerte Veränderung – mal 2.16, mal 2.15, was dann letztlich auch die für das Qualifying gewertete Zeit für das 600ccm Rennen am Mittwoch war.

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Renntraining mit Ducati (“Ducati 4 U”)

Juni 1, 2008

Dass Ducati Renntrainings anbietet, war mir bisher nicht bekannt – aber das Angebot hört sich durchaus ganz spannend an:

Ducati Deutschland veranstaltet einige Renntrainings auf Rennstrecken in Deutschland, im einzelnen zu folgenden Terminen:

04. + 05. Juni Eurospeedway Lausitz
25. Juni Motorsportarena Oschersleben
02. Juli Nürburgring GP-Strecke
30. + 31. Juli Motorsportarena Oschersleben
03. + 04. September Motorsportarena Oschersleben

Das an sich ist vielleicht noch nicht ganz so aufregend – interessant ist aber die Möglichkeit, dort auch mal eine Ducati auf der Rennstrecke bzw. beim Renntraining Probe fahren zu können. Denn dies würde “der freundliche Ducati Händler um die Ecke” sicher nicht so gerne sehen :-)

Mehr Infos finden sich auf der Website von Ducati – oder hier in der Original-Pressemitteilung.

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Nürburgring, 27.05.08: Renntraining bzw. Prüf- und Einstellfahrt mit MSC Porz

Mai 27, 2008

Heute fanden wieder (wie am 21.04. siehe diesen Bericht) die vom Kölner MSC Porz veranstalteten sog. “Prüf- und Einstellfahrten” auf der GP-Strecke des Nürburgrings (Kurzanbindung) statt. Wo da jetzt genau der Unterschied zu einer als “Renntraining” betitelten Veranstaltung sein soll ist mir weiterhin ein Rätsel – muss eine Feinheit in den Bedingungen des Haftpflichtversicherers sein…

Aufgrund der Nähe zum Nürburgring (sind von Köln aus ca. 70 km) bin ich mit Daniel (für Mitglieder aus dem Racing4Fun-Forum: “Daniel84″) wie auch beim letzten Mal zu nachtschlafender Zeit los (4.30 Aufstehen ist echt nichts für IT- bzw. Agenturleute…).

Das Auto hatten wir am Vortag bereits gepackt und mitsamt Hänger in der Tiefgarage abgestellt, losfahren war also stressfrei. Die Anreise war logischerweise unspektakulär – losfahren, gute Stunde fahren, ankommen.

Vor Ort die Anmeldung erledigt, dann noch zum Reifendienst, der leider keine Bridgestone “Battlax” Slicks, sondern nur die profilierte “BT 002″ Profilreifenvariante vor Ort hatte. Daniels Suzuki GSX-R 1000 brauchte dringend noch neue Bremsbeläge, sodass wir mit Reifen umschrauben und Bremse nutzbar machen erstmal beschäftigt waren. Zu allem Überfluss stellte sich an o.g. Bremse noch ein kleines Problem heraus, was wir aber mit etwas Draht lösen konnten (just kidding :-) ). Ich erspare Euch die Details, war aber schon etwas Fummelei, am Ende waren aber beide Bikes prima einsatzbereit.

Bis jetzt war das Wetter noch etwas durchwachsen – wolkig und dunkle Wolken, die unangenehmen Regen ankündigten. Fast pünktlich zum Abschluss unseres kurzen Schraubereinsatzes hatte der Wettergott dann aber ein Einsehen und schenkte uns eine schnell abtrocknende Strecke, sodass wir beim ersten Kontakt mit dem geheiligten Asphalt gleich vernünftig fahren konnten.

Ab dann war auch alles gut: Daniel hatte keinen Stress mehr mit der Bremse bzw. einem wandernden Druckpunkt, ich kam gut mit meinem neuen Bike zurecht (ich habe ja vor 2 Wochen eine Yamaha R6 aus dem 2007er Yamaha Cup gekauft, siehe auch dieser Artikel). Gut zurecht kommen ist aber vielleicht etwas zu bescheiden: Ich fühlte mich ab der ersten Runde total wohl: Sitzposition stimmt, Fahrwerkeinstellung des Vorbesitzers passt auch, Leistung ist im Vergleich zu meiner alten 2001er R6 reichlich vorhanden, Drehfreude mehr als Man(n) sich wünschen kann – und der Sound erstmal….hmmmm…. :-)

Ganz besonders cool war es, das erste Mal mit Anti Hopping Kupplung zu fahren – wobei das gleich die Frage aufwarf, wie ich jemals ohne sowas leben konnte.

Wir hatten zwar insgesamt nur noch 3 Turns (von 5, das Event ging ja nur von 8 bis 13 Uhr), diese machten mir aber Spass wie eine ganze Rennwoche. Ist halt schon etwas besonderes, das erste Roll-Out mit der neuen Maschine zu machen.

Daniels GSXR hat sich leider im letzten Turn entschieden, keine Lust mehr zu haben und hat dann spontan den Dienst eingestellt, d.h. Motor aus, Elektrik aus, alles aus – und zwar mitten in einer Kurve. Glücklicherweise ging auch dies ohne eine gefährliche Situation aus, sodass der Tag insgesamt sehr sehr rund war.

Zum Schluss gab es dann noch etwas zu unserer ganz privaten Unterhaltung: Der Veranstalter hatte entweder die “Lumpensammler”-Fahrzeuge schon nach Hause geschickt oder hatte schlichweg keine vor Ort (was wiederum extrem krass wäre). Wie auch immer: Daniel war ja leider mit seinem Bike stehen geblieben und wir mussten es dann selber von der Strecke einsammeln. Wobei, “wir durften” oder “uns wurde die Freude gemacht” passender gewesen wäre. Wir sind dann mit dem Mercedes Vito Transporter über die GP-Strecke, was mal eine ganz andere Sicht der Dinge ermöglichte: Sanftes gleiten, frühe Bremspunkte, kein Stress & Automatikgetriebe :-)

Siehe auch folgendes Video:

Medium: de.youtube.com
Link: de.youtube.com

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Max Neukirchner weiter in Topform: Er startet beim SBK WM Rennen in Monza von Platz 2

Mai 11, 2008

Max Neukirchner zeigt sich erfreulicherweise weiterhin in absoluter Topform. Nach der überflüssigen und unprofessionellen Aktion von Carlos Checa war Max nicht nur rasant schnell wieder fit und einsatzfähig, sondern auch mit unvermindertem Biss und Leistung am Start. In Monza war er nach der provisorischen Pole mit 1:45:5 und eine halben Sekunde Vorsprung (!) auf Platz 1, in der Superpole sicherte er sich einen fast ebenso hervorrragenden 2. Platz (1:45:3) hinter Polesetter Troy Bayliss- es geht also aus der ersten Startreihe ins Rennen.

Wenn Neukirchner so professionell und exakt fährt wie in den letzten Rennen, können wir sicher auf eine gute Platzierung hoffen – wer weiss, vielleicht kann man ihm ja nach der Zielflagge auch zu seinem ersten Sieg in der Superbike WM gratulieren? Verdient hätte er es eh und aktuell scheint das Paket mit der Suzuki Alstare Werksmaschine auch ganz hervorrragend zu seinem Fahrstil zu passen.

Max Neukirchner dazu:

“Super Ergebnis, schade nur, dass ich nicht perfekt durch die Schikane gekommen bin. Ohne diesen kleinen Fehler hätte ich Troy gefährlich werden können, aber ich bin trotzdem glücklich. Die Tifosi unterstützen mich, als wäre ich Italiener. Auch für morgen haben wir ein sehr gutes Set Up. In meiner Rennsimulation konnte ich viele schnelle Runden am Stück drehen.Danke an mein Team, sie haben wieder großartig gearbeitet. Ich fühle mich sehr wohl bei Alstare-Suzuki. Morgen gebe ich Vollgas und hoffe, das Ergebnis von heute umzudrehen, also bitte Daumen drücken und 12 Uhr Eurosport einschalten …”

Max, alles gute & viel Erfolg, Du bist der Garant für Hochspannung!

Die kompletten Ergebnisse der Superpole stehen hier als Download zur Verfügung.

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